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Europas führende
Fachzeitschrift für Träger und Leitungen der teilstationären und stationären
Altenhilfe
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| Nachrichten Ausgabe 07/2008 |
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| Main-Kinzig-Kreis: Pflegezentren ausgezeichnet |
Der Wohnbereich für Menschen mit neurologischen Erkrankungen unter 60 Jahren im Altenzentrum Rodenbach des Main-Kinzig- Kreises erhielt das Prädikat "Menschenwürdige Pflege". Bei der Auszeichnung für menschenwürdige Pflege handelt es sich um ein Bewertungssystem des Pflege- Selbsthilfeverbandes e.V., das Menschen, die einen Heimplatz suchen, Hilfestellung leisten soll. Das Instrument orientiert sich laut der Vorsitzenden Adelheid von Stösser an der "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen". Es wurden 120 Ergebniskriterien zu den Schwerpunkten Lebens- und Arbeitsklima, Pflege und Behandlung sowie Wohnen und Service festgelegt. Kriterien und Verfahren des Bewertungssystems wurde an vier Einrichtungen geprüft.
Dessen Bereich für körperlich behinderte Menschen wurde in die Kategorie "3 Sterne" eingeordnet. Hervorgehoben wurde die vergleichsweise gute Personalbesetzung, "verbunden mit einer hohen Identifikation, Kompetenz und persönlichem Engagement der Mitarbeiter im besten Sinne einer Bezugs- und Beziehungspflege", sagte von Stösser.
Der Geschäftsführer der Pflegezentren des Main- Kinzig-Kreises, Dieter Bien, betont die Bedeutung einer solchen Auszeichnung für das Image des Wohnbereiches. Das Prädikat komme gleichzeitig dem gesamten Unternehmen zugute. Altenheim 07/2008
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Infos: http://www.altenheime-mkk.de
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| Wirtschaftlichkeitsprüfungen in Bayern: Akte geschlossen |
Das Bundessozialgericht hat nach einem siebenjährigen Rechtsstreit entschieden: Die Kündigung der Versorgungsverträge in Bayern war rechtswidrig. Seit 2001 versuchen die Landesverbände der Pflegekassen, flächendeckende Wirtschaftlichkeitsprüfungen vorzubereiten und durchzuführen. Zeitweise schien jedes Mittel recht zu sein, um das Anliegen durchzusetzen, erklärt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in einer Pressemitteilung. So wurde zahlreichen Einrichtungen selbst der Versorgungsvertrag gekündigt, obwohl diese nur ihre begründeten Zweifel an der geplanten Durchführung klären wollten.
Die juristische Auseinandersetzung mit diesem Vorhaben fand nun ihren Schlusspunkt mit der Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 12.6.2008. Der Dritte Senat des Bundessozialgerichts knüpfte direkt an die vorangegangene Rechtsprechung an, wonach eine Wirtschaftlichkeitsprüfung bei unter freien Wettbewerbsbedingungen ausgehandelten Vergütungsvereinbarungen weitgehend entbehrlich sei.
Begründet wird die jetzige Entscheidung sowohl mit formalen als auch mit inhaltlichen Aspekten. So wird z.B. klargestellt, dass der vorgesehene Prüfauftrag weit über den gesetzlich vorgesehenen Rahmen einer solchen Wirtschaftlichkeits- und Wirksamkeitsprüfung hinausging. Die fristlose Kündigung bezeichnet der Dritte Senat des BSG als grob rechtswidrig. Aber auch die fristgerechte Kündigung sei rechtswidrig, weil die gesetzlichen Voraussetzungen an die Kündigung eines Versorgungsvertrages nicht berührt seien und dies auch nie behauptet worden sei.
"Nach nunmehr sieben Jahren, die wir intensiv begleitet haben, wurde es höchste Zeit, dass die Akte Wirtschaftlichkeitsprüfungen in Bayern endgültig geschlossen wurde. Es ist gut, auf Einrichtungen zählen zu können, die auch einen derart langen Rechtsstreit in Kauf nehmen. Die Entscheidung des Dritten Senats des Bundessozialgerichts hat eindeutige Auswirkungen auf andere noch laufende Verfahren. Wir erwarten, dass die weiteren Kündigungen der Versorgungsverträge nun unverzüglich zurückgenommen werden", so Herbert Mauel, Geschäftsführer des bpa. Altenheim 07/2008
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| Heimkoch-Kurs erfolgreich abgeschlossen: Besser kochen im Heim |
Der Heimkoch-Kurs (IHK) eröffnet Köchen in Altenheimen neue Berufs- und Handlungsperspektiven. 17 Küchenleiter und Köche haben den 21. Kurs der berufsbegleitenden Zusatzausbildung "Der Heimkoch (IHK)" jetzt erfolgreich abgeschlossen.
Oberste Maxime ist die praktische Umsetzbarkeit: Alle Teilnehmer müssen während der neunmonatigen Kursdauer ein Projekt erfolgreich in ihrer Einrichtung durch- bzw. einführen, dieses dokumentieren und am Abschlusstag präsentieren. Das ist das Kernstück des Kurses, der von Vincentz Network seit 1998 in Zusammenarbeit mit Markus Biedermann, Forum 99, angeboten wird.
Die Projekte reichen von Kostformen für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden, Fingerfood für Menschen mit Demenz über Buffets zu verschiedenen Mahlzeiten - z.B. ein Frühstücksbuffet als "Wohlfühlstart in den Tag" - über neue Menüpläne und Rezeptbücher mit den Lieblingsspeisen der Bewohner.
Speziell für Menschen mit Demenz stellt Lars Reimannn vom Evangelischen Seniorenzentrum Nordenham "Essinseln" im Wohnbereich auf, von denen sich die Bewohner im Vorbeigehen mit kleinen Snacks versorgen können. "Essensdüfte zur basalen Stimulation" lässt Sven Pruszynski im Friedas-Frieden- Stift, Oldenburg, verströmen, damit der Appetit der Bewohner angeregt wird.
Beide Heimköche sind für den Heimkoch Award 2008 nominiert, der auf der 6. Deutschen Heimkoch-Tagung am 22. und 23. Oktober in Koblenz verliehen wird. Altenheim 07/2008
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Infos: http://www.heimkoch.vincentz.net
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| Neue Kundenzeitschrift "wohnen & leben" |
Der Informations- und Kommunikationsbedarf rund um das Thema Wohnen in Senioren- und Pflegezentren wird immer umfangreicher. Die neue Kundenzeitschrift "wohnen & leben" informiert Bewohner und Angehörige sachgerecht zu Themen wie Pflegeversicherung, zu Hilfsmitteln und zu Verbraucherfragen. Mit dem Magazin für Menschen im Seniorenwohnen und Pflegezentren "wohnen & leben" bietet die Zeitschrift Altenheim von Vincentz Network dem Altenhilfe-Management eine 16-seitige Bewohnerzeitschrift.
Was bringt das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz? Was müssen Bewohner und Angehörige zu Fragen rund um Heimaufenthalt, Heimgesetz, Steuerrecht, Betreuungs- und Patientenverfügungen wissen? Was ist bei Ansprüchen gegenüber den Kranken- und Pflegekassen zu beachten?
Ergänzt wird diese komplexe Thematik durch Artikel aus der Lebenswelt des Seniorenwohnens, Porträts und Testimonials von Bewohnern, Pflegekräften und anderen Angestellten in Senioreneinrichtungen sowie Heimleitern. Rätsel, Aufgaben zum Gedächtnistraininung und praktische Tipps runden die Informationen ab.
Heimbetreiber und Träger können die Kundenzeitschrift abonnieren. Dem Bewohner, den Angehörigen und potenziellen Bewohnern wird das Heft kostenlos zur Verfügung gestellt - ein Absenderstempel auf der Titelseite der Zeitschrift lässt den Leser auf einen Blick erkennen, wer der Überbringer ist.
"wohnen & leben" erscheint ab sofort viermal jährlich. Ein kostenloses Probeexemplar erhalten Sie unter der E-Mail: zeitschriften@vincentz.net Altenheim 07/2008
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Infos: http://www.vincentz-kundenmedien.de/referenzen_wl.cfm
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| Domino-world gewinnt Preis: Emotionale Kundenbindung |
Emotionale Kundenbindung nennt das Unternehmen Domino-world als ihren Erfolgsfaktor Nummer eins. Domino-world betreibt zwölf ambulante, stationäre und teilstationäre Einrichtungen in Berlin und Umgebung.
Domino-world belegte beim Wettbewerb "Deutschlands Kundenchampions 2008" unter den 50 besten ausgewählten Unternehmen den zweiten Platz. Der Wettbewerb wird vom Wirtschaftsmagazin impulse, der Deutschen Gesellschaft für Qualität und der forum! Marktforschung GmbH initiiert. Zu den Bewertungsinstrumenten gehören eine Selbstbeurteilung des jeweiligen Unternehmens, eine Befragung von 100 repräsentativ ausgewählten Kunden sowie eine Untersuchung durch Experten vor Ort bei den besten zehn Unternehmen.
Die Geschäftsführerin des Unternehmens, Petra Thees, beschreibt das Pflegekonzept Domino-coaching so: "Dem Patienten mit Wertschätzung zu begegnen, das ist die Basis des Domino-coaching und das ist ja auch die Grundlage einer hohen emotionalen Bindung der Kunden in jedem guten Unternehmen". Das Pflegekonzept habe zudem einen therapeutischen Anspruch: Der Gesundheitszustand der Pflegebedürftigen solle sich verbessern, so dass sie weniger Hilfe benötigten. Die Mitarbeitenden würden entsprechend geschult, einmal im Monat nehmen sie an einer Supervision teil.
Petra Thees zum Erfolg: "Während das so genannte Kundenbeziehungsmanagement bei manchen Unternehmen im Marketing oder Vertrieb angesiedelt ist, ist es bei domino-world in die ganzheitliche Unternehmensstrategie eingebunden".
Jährlich werden etwa 1.300 Patienten und ihre Angehörigen befragt, um die Kundenbedürfnisse zu erforschen. Regelmäßige Veranstaltungen wie Galas, Ausflüge und Talk-Runden sollen Unterhaltung mit Informationen zu medizinischen Themen wie Schlaganfall, Demenz oder Ernährung verbinden.
Bereits 2004 gewann das Unternehmen den Qualitätspreis Berlin-Brandenburg, 2006 die Silbermedaille beim renommierten Ludwig-Ehrhard- Preis. Altenheim 07/2008
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| Schleswig-Holstein: Neues Heimgesetz ab 2009 |
Mit einem neuen Gesetz will die schleswig-holsteinische Landesregierung den Schutz und die Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen und Behinderten stärken.
Der Entwurf des "Selbstbestimmungsstärkungsgesetzes" wurde dabei ganz eng an dem Landesverfassung ausgerichtet. Das Gesetz selbst soll bereits am 1. Januar 2009 in Kraft treten.
Stationäre Einrichtungen müssen in Zukunft Informationsmaterial in verständlicher Sprache anbieten, über Beratungsstellen und Krisentelefone informieren und an die Aufsichtsstellen und Ansprechpartner dort hinweisen. Außerdem ist künftig ein Beschwerdemanagement zwingend vorgeschrieben und die Ergebnisse der behördlichen Prüfungen werden veröffentlicht.
Anders als bisher werden Heime grundsätzlich unangemeldet einmal im Jahr geprüft; die Ergebnisse müssen veröffentlicht werden.
Es werde auch geprüft, ob die Heime wie Hotels nach "Sternen" klassifiziert werden können. Ferner würden bürokratische Regelungen gestrichen. So müssten Einrichtungen bei ihrer Anmeldung statt 13 nur noch fünf Unterlagen und Angaben einbringen.
Die Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht wies auf die Chance der Entbürokratisierung hin, die durch die gesetzliche Neuregelung genutzt worden sei: "Wir haben die bei der Anmeldung vorzulegenden Unterlagen und Angaben gegenüber den bisherigen gesetzlichen Regelungen erheblich verringert, statt 13 sind es nur noch fünf. Auch die für die Prüfungen vorzuhaltenden Aufzeichnungen und Unterlagen sollen in der Durchführungsverordnung deutlich reduziert werden. Gestrafft werden sollen auch die Aufzeichnungen über die Pflegeplanung und ihre Umsetzung, die sogenannte "Pflegedokumentation". Diese soll nach dem Gesetz künftig "in möglichst einfacher Form" aufgezeichnet werden. Eine Vereinfachung wird in Zukunft auch dadurch erreicht, dass bei einer Reihe von Versorgungsformen, wie zum Beispiel Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, nicht selbstverantwortlich geführte Wohngemeinschaften, keine Regel-, sondern nur anlassbezogene Prüfungen stattfinden werden.
Das Gesetz soll nach der Anhörung noch vor der Sommerpause ein zweites Mal im Kabinett erörtert werden und nach den Beratungen im Landtag Anfang 2009 in Kraft treten. Es wird der erste Teil eines insgesamt dreistufigen Pflegegesetzbuches. Altenheim 07/2008
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| Mehrgenerationenhäuser: Ehrenamt als Erfolgsmodell |
Anderthalb Jahre nach dem Start des bundesweiten Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser zieht die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, eine positive Bilanz anlässlich des "Tages der Mehrgenerationenhäuser" in Berlin.
Seit Anfang 2008 sind 500 Häusern eröffnet worden. Der erste Zwischenbericht der Wirkungsforschung nennt wesentliche Merkmale, die den Erfolg der Mehrgenerationenhäuser ausmachen:
Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolgsmodell für freiwilliges Engagement. Täglich greifen dort fast 10.000 Menschen auf Dienstleistungen zurück. Mehr als 45 Prozent aller Angebote sind Betreuungsangebote, 24 Prozent sind Essensangebote 16 Prozent andere Dienstleistungen wie etwa Haushaltshilfen oder Fahrdienste. Besonders die 30 bis 50 Jährigen nutzen diese Angebote.
Das Bundesfamilienministerium stellt für das Aktionsprogramm über einen Zeitraum von fünf Jahren für jedes Haus jährlich 40 000 Euro Förderung. 200 der 500 Häuser werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Altenheim 07/2008
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Infos: http://www.mehrgenerationenhaeuser.de
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