KontaktSucheWegweiser
zurück zur Homepage
 
InfoPool <> Zeitschriften <> Altenpflege <> Niederlande
 
    Ihr aktuelles Heft  
      Nachrichten  
      Umfrage PRO & CONTRA  
      Archiv  
     
Sonderheft AEDL
 
      Sonderheft Prophylaxe  
      Sonderheft Therapie  
      Kontakt zur Redaktion  
      Heft bestellen  
      Grußkarten schreiben  
      Downloads  

 




Leserreise Niederlande

 

 

Auf Reisen mit der Wilden 13 (07/ 02)

Die Niederlande gelten, was die Altenpflege angeht, als ausgesprochen fortschrittlich. Pflegekräfte aus ganz Deutschland konnten dies nun vor Ort überprüfen. Die erste Altenpflege-Leserreise führte sie im Mai nach Groningen, Assen und Amsterdam ...
VON HOLGER JENRICH UND WERNER KRÜPER (FOTOS)

 
 


 
     
 
Gruppenbild mit Kuh: die Teilnehmerinnen der Altenpflege-Leserreise

 
    Noch Fragen? Gespräch mit dem
    Leiter des Hauses "De Hullen" in Roden
 
     
 
So schaut's aus: Mitarbeiter geben einen räumlichen Überblick
 
Vorsicht, Kamera!
 
Und wie machen Sie das? Gespräche von Kollegin zu Kollegin
 
     
 
Noch einen Happen,
bitte: Bildungsreisen machen hungrig
 
Alles einsteigen: Abfahrt zur nächsten Etappe

 

 

   
 
Man musste schon das Schlimmste befürchten. Ende April war in Deutschland von Frühling noch keine Spur. Stattdessen Kälte, Dauerregen und bis zum Beginn der Fahrt nicht mehr viel Zeit. Als dann aber am 7. Mai der Bus des Reiseunternehmens ,Die Wilde 13" am Busbahnhof in Hannover bereitstand, lachte die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Die erste Leserreise der Zeitschrift Altenpflege in die Niederlande konnte besser nicht losgehen.

Ein Hauch Urlaub
 
Für 20 Leser hatten die Zeitschrift und ihr Kooperationspartner, die Bildungsvereinigung ,Arbeit und Leben Niedersachsen" aus Göttingen, diese Reise durch die Altenhilfe unseres Nachbarlandes konzipiert. Die Plätze waren wenige Tage nach Veröffentlichung des Angebots vergriffen - samt und sonders von Leserinnen. Aus Bonn und Bremen, aus Brandenburg und dem tiefsten Bayern, aus Einrichtungen bekannter Träger und aus kleinen privaten Häusern hatten sich Altenpflegerinnen, Pflegedienstleiterinnen und Heimleiterinnen für diesen sechstägigen Bildungsurlaub entschieden. Wobei der Begriff ,Urlaub" durchaus wörtlich zu nehmen ist. Neben der Besichtigung zahlreicher Einrichtungen und den Gesprächen mit Fachleuten vor Ort hatten die Veranstalter auch den touristischen Aspekt nicht ganz außer Acht gelassen. In Groningen gab´s eine gemeinsames Abendessen auf einem urigen Pfannekuchen-Boot, in Amsterdam eine beschauliche Grachtenrundfahrt, in Zandvoort einen sonnigen Strandspaziergang.

Doch der Schwerpunkt lag fraglos auf dem Fachlichen. Im ,Zorgkantoor" des Bezirks Groningen informierten sich die Teilnehmer über den Aufbau des niederländischen Gesundheitswesens und wie für jeden Pflegebedürftigen die richtige Wahl zwischen ambulanten Anbietern, Altenwohnheim und Pflegeheim getroffen wird. Im Groninger ,Noorderpoortcollege" erhielten die Mitreisenden einen groben Überblick über das Ausbildungssystem in den Niederlanden, das seit geraumer Zeit generalistisch ausgerichtet ist und von der Ausbildung zum hauswirtschaftlichen Helfer (Zorghulp) bis zum Studium an einer Fachhochschule (Verpleegkunde) wie ein Baukasten mit fünf verschiedenen Qualifikationsniveaus aufgebaut ist.

So rege sie sich bei derartigen Vorträgen auch beteiligten - die Besuche vor Ort hatten bei sämtlichen Teilnehmerinnen Priorität. In Groningen konnten sie sich in einem Altenwohnheim der ,Stichting Patrimonium" umsehen. In Assen begutachteten sie die gerontopsychiatrische Einrichtung ,Nieuw Graswijk" und das somatische Haus ,Anhalt" der ,Stichting Interzorg". Und in Roden schauten sie sich ,De Hullen" an, eine Kombination aus Altenwohn- und Pflegeheim. Die Mitarbeiter dieser Häuser hatten sich Zeit für den Besuch aus der Bundesrepublik genommen, machten Rundgänge, beantworteten Fragen und zeigten sich gleichzeitig neugierig, was denn die niederländische von der deutschen Altenpflege unterscheidet.

Ein Batzen Bildung
 
Eine Frage, die sich über sechs Tage natürlich auch die Teilnehmer der Altenpflege-Leserreise immer wieder stellten. Und nicht abschließend beantworten konnten. Sie habe keine großen Unterschiede festgestellt, meinte eine Teilnehmerin - hier wie dort werde sorgfältig mit den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner umgegangen. Das sehe sie völlig anders, konterte eine andere Mitreisende - gerade was die Arbeit mit Demenzkranken angehe, seien die Niederländer weiter als die Deutschen. Sie nehme jedenfalls Anregungen für viele Kleinigkeiten mit nach Hause.

Stoff für Diskussionen gab es also reichlich. Auch die Qualität so manchen Hotelzimmers und die Genießbarkeit so mancher Mahlzeit trugen dazu bei, dass den Reisenden bei ihrer Tour quer durch die Niederlande nicht langweilig wurde. Manche waren sogar derart angetan von der Bildungsreise, dass sie gleich nachfragten, ob sie für die nächsten Trip schon ein Plätzchen vorbestellen könnten.

zurück

Vincentz Network
   
 
copyright © 2008 Vincentz Network, Hannover
top