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Saitlova (links), Leiterin eines Altenheimes in Trebic, verwirklicht
viele gute Ideen. Auch das Essen ist nach neuen Erkenntnissen der
Ernährungswissenschaft zubereitet - und schmeckt lecker. |
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Im
Geronto-Centrum am Prager Stadtrand gibt es eine Tagespflegeeinrichtung
für Demenzkranke". Auch die Alzheimer Gesellschaft hat hier ihren
Sitz. |
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Blick
in die Kirche der Borromäerinnen in Prag |
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Ein Kirchenraum in Blau, Rot und Gold. Im Mittelgang Schwester
Konsulata ganz in Weiß. Wie sie mit lachenden Augen und ohne Pathos
von ihrer täglichen Arbeit erzählt - daran werden sich die fünfzehn
Teilnehmer der Leserreise in die Tschechische Republik wohl lange
erinnern. Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in
die weite Welt, möchte man singen, dem will er seine Wunder weisen
... . Ja, an ein kleines Wunder grenzt es schon, was die Schwestern
der Kongregation des Heiligen Karl Borromäus auf die Beine stellen.
Nicht nur, dass sie in dem sanierten Gebäude am Stadtrand von Prag
seit fünf Jahren jeweils 90 alte und kranke Menschen pflegen: Sie
beherbergen und betreuen außerdem Frauen im offenen Strafvollzug.
Die "Verurteilten", wie Konsulata sie nennt, arbeiten ohne Bewachung
als Helferinnen in den Pflegeabteilungen und in der Hauswirtschaft.
"Für sie ist es eine Frage der Ehre, hier zu bleiben, auch wenn
die Türen offen stehen", sagt die Schwester, die versichert, dass
für sie alle Menschen gleich seien.
Das Haus der Borromäerinnen bietet in Zwei- und Dreibettzimmern
pflegebedürftigen Senioren, die aus dem Krankenhaus entlassen werden,
einen Heimplatz auf Zeit. Bis zu drei Monate dürfen sie bleiben,
"so können wir mehr Menschen helfen", erklärt Schwester Konsulata.
Vier Sozialarbeiterinnen vermitteln gegebenenfalls Pflegeplätze
in anderen Einrichtungen und beraten Pflegebedürftige und deren
Angehörige in sozialen und rechtlichen Fragen. Zu den Angeboten
der Borromäerinnen gehört außerdem eine Tagespflege-Einrichtung,
die allen Senioren des Bezirkes offen steht.
Hochmotivierte Pflegekräfte
Im Bus, auf der Fahrt ins Prager Stadtzentrum, lassen die Pflegefachleute
aus Deutschland die dreistündige Führung Revue passieren. "Die Schwester
strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Der nehme ich ab, was sie sagt
- sie redet nicht nur, sie steht hinter dem, was sie sagt", fasst
jemand seine Eindrücke zusammen. Eine andere meint: "Schon toll,
wie motiviert die Schwestern sind, wie sozial sie denken - aber
ich weiß, ich könnte das nicht". "Nur schade, dass dieses Heim keine
Langzeitpflege bietet", bedauert eine Reiseteilnehmerin. Die Frage,
wo in Tschechien schwerstpflegebedürftige Senioren für längere Zeit
leben, wenn sie nicht zu Hause bleiben können, wird öfter gestellt
und kann nicht vollständig beantwortet werden.
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