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CAREkonkret Heime
 
Arbeitshilfe von Diakonie und Caritas: MDK-kompatibles Hauswirtschaftskonzept entwickeln
Diakonie und Caritas haben gemeinsam eine Arbeitshilfe zum Aufbau eines Hauswirtschaftskonzepts herausgegeben. Sie soll stationären Einrichtungen dabei helfen, ein Konzept zu entwickeln, das fachlich sinnvoll ist und den Anforderungen des MDK entspricht. Denn die MDK-Qualitätsprüfungsrichtlinien fokussieren jetzt auch die Leistungsgestaltung zu den einzelnen Bereichen der Unterkunft und Verpflegung.
Woche: 13/2008
 
Begleitstudie zur Pflegeoase im Seniorenzentrum Holle: Bewohner haben länger und häufiger Kontakt zu den Pflegekräften
Die Seniorenzentrum Holle GmbH hat kürzlich über erste Erfahrungen mit dem Betreuungskonzept Pflegeoase berichtet: Inzwischen ist die 84 Quadratmeter große Oase in Holle bei Hildesheim seit über einem Jahr in Betrieb. Das niedersächsische Sozialministerium hatte die "Demenz Support Stuttgart gGmbH" (DeSS) damit beauftragt, eine empirische Untersuchung zu machen und das Modellprojekt wissenschaftlich zu begleiten. Dazu wurden Bewohner, Angehörige und Pflegemitarbeiter beobachtet und befragt. Die DeSS fand u.a. heraus, dass die Bewohner in der Oase länger und häufiger Kontakt zum Pflegepersonal haben als in der Vergleichsgruppe des "normalen" Wohnbereiches. Die Angehörigen schätzen u.a. den Kontakt zu Mitarbeitern und die hohe Personalkontinuität in der Oase. Laut DeSS ließe sich insgesamt feststellen, dass sich die Zustände der Bewohner in der Oase bessern - auch körperlich.
Die DeSS plant für die Zukunft, eine größere Studie durchzuführen, bei der verschiedene Oasen-Ansätze untersucht werden sollen.
Woche: 10/2008
 
Ausbildung zukünftiger Heim- und Pflegedienstleitungen: Traineeprogramm bereitet auf den Beruf vor
Zur Qualifizierung von Heimleitungen und Pflegedienstleitungen beschreitet die Phönix Seniorenzentren Beteiligungsgesellschaft GmbH auch Wege abseits der klassischen Pfade. Mittels eines Traineeprogramms werden geeignete Personen auf das anspruchsvolle Arbeitsfeld vorbereitet. Zukünftige Heimleiter und angehende Pflegedienstleister können durch die Arbeit und Ausbildung in verschiedenen Einrichtungen der Phönix Senioren- und Pflegezentren Erfahrungen sammeln. Auch nach dem Ende der Traineezeit begleiten Mentoren die ehemaligen Trainees. Nach Angaben des Unternehmens habe man sehr gute Erfahrungen mit dem Konzept gemacht. Aus diesem Grund startet zum Frühjahr 2008 eine neue Runde des Programms, bei der sieben Traineestellen zur Verfügung stehen.
Woche: 10/2008
 
Handlungsempfehlungen zum Vorbeugenden Brandschutz in Wohngruppen Auflagenerleichterungen gehen nicht auf Kosten der Sicherheit
Ende 2007 fand in Frankfurt/ Eschersheim eine Fachtagung statt, die sich im Kern mit den Handlungsempfehlungen zum Vorbeugenden Brandschutz für den Bau und Betrieb von Nutzungseinheiten mit Gruppenbetreuung in Altenpflegeheimen (HE-Gruppenbetreuung) beschäftigte. Die Handlungsempfehlungen sollen eine Gruppenbetreuung ermöglichen, ohne dass der Brandschutz darunter leiden muss.
Woche: 09/2008
 
Deloitte & Touche-Studie: Einrichtungen fürchten Einnahmeverluste und Ausgabensteigerungen
In der Studie "Strategische Herausforderungen für stationäre Altenhilfeeinrichtungen in Deutschland" hat die Deloitte & Touche GmbH untersucht, welche Chancen und Risiken die Zukunft nach Einschätzung von Einrichtungsbetreibern bereit hält und wie sich die Einrichtungen darauf vorbereiten wollen.
Informationen zur Studie erhalten Interessierte im Internet.
Woche: 09/2008
 
BFS-Betriebsvergleich stationäre Pflegeeinrichtungen in der Altenhilfe 2006 Kostenanteil der Verwaltung steigt seit 1996 kontinuierlich
Für den erfolgreichen Betrieb einer stationären Pflegeeinrichtung ist es unter anderem wichtig zu wissen, wo im Unternehmen welche Kosten anfallen. Zusätzlich interessant wird es, wenn diese eigenen Kosten mit den durchschnittlichen Kosten anderer Anbieter verglichen werden können. Eine solche Möglichkeit bietet der BFS-Betriebsvergleich stationäre Pflegeeinrichtungen in der Altenhilfe, der jetzt für das Jahr 2006 vorliegt.
Woche: 09/2008
 
Pflegeoasen: "Nicht besser als Hausgemeinschaften"
In der Pflegebranche werden im Allgemeinen die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Einzelzimmern betont und solche Zimmer in der Regel daher auch befürwortet. Konzepte wie die Pflegeoase bringen dieses Bild ins Wanken. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe sieht hierin eine große Gefahr für die bisher erreichten Qualitätsstandards in der Pflege. Köln. "Die stationäre Altenhilfe befindet sich im Hinblick auf Konzepte für die Versorgung von Menschen mit Demenz zurzeit in einem bedenklichen Zwiespalt", stellt Klaus Großjohann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), in der Ausgabe 4/2007 von PRO ALTER fest. Das KDA hatte Fachleute befragt, welche Wohnkonzepte sie zur Betreuung demenziell Erkrankter für am besten geeignet hielten. "Die Fachwelt ist sich uneinig", so das KDA. "Während die einen nur im Einzelzimmer die Lebensqualität und Würde des Bewohners gewährleistet sehen, gehen andere davon aus, dass die Betroffenen darin Ängste und Einsamkeitsgefühle empfinden und sprechen sich daher für das Leben im Mehrbettzimmer oder gar in den so genannten Pflegeoasen aus", berichtet das Kuratorium. Als Vorbild für diese dienten meist die Pflegeoasen im Haus Sonnweid in der Schweiz, in denen jeweils sieben schwerstpflegebedürftige Menschen mit Demenz in einem Raum leben und betreut werden, was in Deutschland ein unterschiedliches Echo hervorgerufen habe. Eine aktuelle PRO ALTERUmfrage bei den für die Pflege zuständigen Landesministerien verdeutlicht das: Fast die Hälfte der Ministerien steht dem Oase-Konzept äußerst kritisch bis ablehnend gegenüber. Weder in Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern noch im Saarland, in Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen existieren Oasen oder sind in der Planung. In den anderen Bundesländern sieht es dagegen laut dem KDA anders aus: "In Hamburg existiert zwar zurzeit keine Pflegeoase nach dem Schweizer Modell, aber dort ist eine rege Fachdiskussion darüber im Gange und es bestehen Überlegungen zur Eröffnung." "Kritisches Abwarten beziehungsweise Interesse" an dem Modell besteht auch in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz gibt es laut dem KDA ganz klare Pläne in Richtung Oasen und in Niedersachsen und Hessen bestehen bereits entsprechende Einrichtungen. Das Bayerische Sozialministerium ließ verlauten, dass man dem Konzept grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber stehe und dass Pflegeoasen geplant seien. Das hält Klaus Großjohann grundsätzlich für "eine gefährliche Entwicklung", denn er befürchtet, dass damit quasi durch die Hintertür die Mehrbettzimmer wieder Einzug in Deutschlands Pflegeheime halten könnten. "Für uns hat das Oase-Konzept viel Ähnlichkeit mit den Anstaltselementen der ersten Pflegeheimgeneration. All das, wofür wir mühsam jahrzehntelang gekämpft haben, würde damit wieder zunichte gemacht. Es wäre ein Dammbruch und möglicherweise ein Rückschritt in Richtung Minimierung von Qualitätsstandards", befürchtet der KDA-Geschäftsführer. "Das Oase-Konzept kann nichts leisten, was nicht auch im Rahmen des Hausgemeinschaftskonzeptes geleistet werden könnte", so Großjohann weiter. Ohnehin sehen die Pflegeexperten und Architektinnen des KDA nur im eigenen Zimmer die Individualität und Würde der einzelnen Bewohner gewahrt. Unterstützt wird das KDA in dieser Sicht dabei beispielsweise von Altenhilfe- und Demenz-Experten wie Sibylle Heeg von Demenz Support in Stuttgart und Dr. Peter Meßmer vom Sozialministerium in Baden-Württemberg. Für beide ist das Einzelzimmer "so etwas wie ein Menschenrecht". KDA, Heeg und Meßmer sind sich aber auch darin einig, dass Menschen, die in einem Doppel-oder Mehrbettzimmer leben möchten, dies ebenfalls dürfen sollten. Ein Zwang aus Mangel an Einzelzimmern dürfe dies aber nicht sein.
Woche: 03/2008
 

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