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Nachrichten
| 23.07.2008 |
| Pflegestützpunkte: Netzwerk in Leipzig gegen Doppelstrukturen in der Beratung |
Die zum 1. Juli 2008 in Kraft tretende Pflegereform sieht die Einrichtung von Pflegestützpunkten vor. Ob die Länder aber schließlich Stützpunkte aufbauen, entscheiden sie selbst. Das Pflegenetzwerk Leipzig e. V. positioniert sich gegen die geforderte Umsetzung und verweist in seiner Kritik an den Pflegestützpunkten auf bestehende Beratungsstrukturen.
Um jedem Pflegebedürftigen einen Zugang zu einem Beratungsnetz zu ermöglichen, will das Netzwerk seine eigenen Beratungsangebote stärken. Seit Juni 2008 sollen Pflegeeinrichtungen des Pflegenetzwerkes Leipzig an acht verschiedenen Standorten in Leipzig und Schkeuditz die Aufgaben eines Pflegstützpunktes übernehmen. "Neben langer Berufserfahrung und fundiertem Wissen verfügen viele Inhaber und Mitarbeiter über eine abgeschlossene Zusatzqualifikation als Pflegeberater. Diese Kompetenzen werden den Bürgen gezielt zugänglich gemacht", teilt das Netzwerk mit.
Mit den Pflegestützpunkten und unter Nutzung der bestehenden Personalressourcen sei es möglich, den Beratungsservice im Pflegenetzwerk kostenlos anzubieten. "Hier bekommen alle Ratsuchenden den Einblick und die Hilfestellung, die es ihnen ermöglichen, für sich, für Angehörige oder Freunde das Geeignete für den individuellen Pflegefall zu finden", erläutert Beate Feist vom Pflegenetzwerk Leipzig die Initiative.
Für die Beratung sei ein eigenes Qualitätsmanagement entwickelt worden, das die Angebote kommunaler Serviceeinrichtungen und weiterer unabhängiger Beratungsstellen mit einbezöge. "Beraten wird unverbindliche und selbstverständlich von kompetenten Mitarbeitern zu allen Fragen rund um die Pflege". Dem Kernproblem der Pflegefinanzierung würde dabei besondere Beachtung geschenkt. | |
Quelle:
Häusliche Pflege
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Weitere
Infos: http://www.pflegenetzwerk-leipzig.de
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| 22.07.2008 |
| Debatte um Mindestlohn hält an: Unionsfraktionschef Kauder fordert Nachbesserungen |
Trotz Koalitionskompromiss in der vergangenen Woche geht der Streit über die Einführung von Mindestlöhnen weiter. Wie Spiegel online heute berichtet, fordert Unionsfraktionschef Volker Kauder nun Nachbesserungen in der Frage, für welche Branchen das Entsendegesetz gelten soll. Der jüngste Kabinettsbeschluss gehe ihm zu weit. Es müsse gesichert sein, dass Tarifverträge immer Vorrang vor staatlich festgelegten Mindestlöhnen haben müssten. Auch dürfe es nicht sein, dass große Unternehmen mit Gewerkschaften Mindestlöhne vereinbaren, die dann kleine Wettbewerber vom Markt drängten. Ebenfalls für klärungsbedürftig hält Kauder die Frage, für welche Branchen der Mindestlohn in Betracht komme.
In der vergangenen Woche hatte das Bundeskabinett zwei Gesetzentwürfe beschlossen, mit denen der Mindestlohn ausgeweitet werden soll. Vertreter der Pflegebranche haben sich für einen Mindestlohn in der Pflege ausgesprochen und Ende März einen Antrag zur Aufnahme in das Entsendegesetz gestellt.
Unterdessen hat in der vorvergangenen Woche das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein Positionspapier zum Thema Mindestlohn verabschiedet, in dem es ein Umdenken in Politik und Gesellschaft fordert, um heute und in Zukunft eine würdige Pflege zu finanzieren.
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Quelle:
Vincentz.Net
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Weitere
Infos: http://www.spiegel.de/
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| 22.07.2008 |
| Neuer Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) konstituierte sich |
Mit dem neuen Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat sich das wichtigste Gremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen am vergangenen Donnerstag, 17.07.2008, neu konstituiert.
Dr. Rainer Hess als alter ehrenamtlicher und nun hauptamtlicher Vorsitzender des G-BA bezeichnete die neue Struktur des Gremiums mit künftig einem statt bisher sechs Beschlussgremien als große Herausforderung an die Selbstverwaltung. Die Arbeit werde künftig mit sehr viel mehr Öffentlichkeit und damit größerer Transparenz stattfinden. Der Haushalt des G-BA beträgt jährlich rund 8 Millionen Euro. Als eines der nächsten wegweisenden Projekte der G-BA gilt die Etablierung des gesetzlich verankerten Instituts für Qualität unter Regie des G-BA.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 70 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Bei vielen Pflege-Experten steht der G-BA in der Kritik, weil die Profession der Pflege keine Entscheidungsbefugnis in diesem Gremium hat. | |
Quelle:
Vincentz.Net/Vincentz Berlin
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| 22.07.2008 |
| Baden-Württemberg geht neue Wege beim freiwilligen Engagement: "Potenziale der älteren Generation gezielt nutzen" |
Freiwilligendienste, wie das bisher an junge Menschen gerichtete Freiwillige Soziale oder Freiwillige Ökologische Jahr, sollen künftig allen Generationen offenstehen. "Wir brauchen den reichen Erfahrungsschatz der älteren Generation. Viele der älteren Menschen wollen sich einbringen, aber sie brauchen auch Impulse, sich zu engagieren", sagte Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz vergangene Woche in Stuttgart. Die Landesregierung will das von der Bundesregierung initiierte Programm "Freiwilligendienst aller Generationen" unterstützen und stellt dafür ab 2009 für drei Jahre Landesmittel von bis zu 300.000 Euro jährlich bereit.
Angesprochen werden sollen vor allem ältere Menschen, arbeitslose Bürgerinnen und Bürger und Migranten, die sich über mehrere Monate hinweg mit einer bestimmten Wochenstundenzahl einbringen wollen. Dabei verlangt das Bundesmodellprogramm, dass die Freiwilligen sich verlässlich und verbindlich im Umfang von durchschnittlich mindestens acht Wochenstunden und für die Dauer von mindestens sechs Monaten in ihren Einsatzstellen engagieren. "Das Modellprogramm unterstützt Einsatzfelder zum Beispiel in stationären Einrichtungen und Hospizen, aber auch in Schulen, Familien, Stadtteilzentren. Freiwillige ersetzen aber keine qualifizierten Fachkräfte. Sie sollen diese lediglich unterstützen und ergänzen. Der verbindliche Freiwilligendienst ist eine weitere Säule in der Engagementlandschaft, der zwischen hauptamtlichen Kräften und "normal" bürgerschaftlich engagierten Menschen seinen Platz findet", erläuterte die Arbeits- und Sozialministerin.
Das von der Bundesregierung initiierte Modellprogramm "Freiwilligendienst aller Generationen" startet am 1. Januar 2009. Damit will die Bundesregierung das im Modellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" entwickelte flexible, für alle Altersgruppen geöffnete Dienstangebot Schritt für Schritt bundesweit flächendeckend umsetzen und mit den Strukturen vor Ort vernetzen. Die Landesregierung Baden-Württembergs will den Bund bei der Etablierung des "Freiwilligendienstes aller Generationen" unterstützen und gleichzeitig eigene, neue Strukturen für diesen Freiwilligendienst erproben.
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Quelle:
Vincentz.Net
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Weitere
Infos: http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/detail.php?id=189100
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| 22.07.2008 |
| Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Diakonie:
Angebot scheitert an arbeitsrechtlichem Streit |
In Baden-Württemberg wird von mehr als 100 Diakoniestationen eine 24-Stunden-Betreuung angeboten. Die Nachfrage ist groß. Jetzt scheiterte ein Angebot der "Caramus" an arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen. Bei Caramus kümmerten sich zwei Mitarbeiter im Wechsel 14 Tage lang um ein oder zwei Personen eines Haushaltes. Sie waren nicht als Pflegekräfte eingesetzt, sondern erledigten hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Das Arbeitszeitgesetz in Deutschland erlaubt eine Arbeitszeit von maximal zehn Stunden pro Tag bzw. 48 Stunden die Woche, darauf berief sich die Mitarbeitervertretung (MAV) der Landeskirche und forderte drei Mitarbeiter pro 24 Stunden einzusetzen. Das sei nach Angaben des Geschäftsführers der Diakoniestationen Stuttgart, Hermann Beck (Mitbegründer von Caramus), nicht bezahlbar und von den Angehörigen auch nicht gewünscht. Beck argumentiert ebenfalls mit dem Arbeitszeitgesetz (Ausnahmeregelung für Arbeitnehmer, die in häuslicher Gemeinschaft mit der Betreuungsperson zusammenleben und sie eigenverantwortlich erziehen, pflegen und betreuen - vgl. §18, Absatz 1, Nummer 3).
Ungeachtet des arbeitsrechtlichen Streits bei Caramus bieten inzwischen über 100 Diakoniestationen in Baden-Württemberg Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit etwa 270 Mitarbeitern an. Unterstützt werden die Anbieter auch vom Sozialministerium Baden-Württembergs.
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Quelle:
CAREkonkret Ambulante Dienste
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| 22.07.2008 |
| Main-Kinzig-Kreis: Pflegezentren ausgezeichnet |
Der Wohnbereich für Menschen mit neurologischen Erkrankungen unter 60 Jahren im Altenzentrum Rodenbach des Main-Kinzig- Kreises erhielt das Prädikat "Menschenwürdige Pflege". Bei der Auszeichnung für menschenwürdige Pflege handelt es sich um ein Bewertungssystem des Pflege- Selbsthilfeverbandes e.V., das Menschen, die einen Heimplatz suchen, Hilfestellung leisten soll. Das Instrument orientiert sich laut der Vorsitzenden Adelheid von Stösser an der "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen". Es wurden 120 Ergebniskriterien zu den Schwerpunkten Lebens- und Arbeitsklima, Pflege und Behandlung sowie Wohnen und Service festgelegt. Kriterien und Verfahren des Bewertungssystems wurde an vier Einrichtungen geprüft.
Dessen Bereich für körperlich behinderte Menschen wurde in die Kategorie "3 Sterne" eingeordnet. Hervorgehoben wurde die vergleichsweise gute Personalbesetzung, "verbunden mit einer hohen Identifikation, Kompetenz und persönlichem Engagement der Mitarbeiter im besten Sinne einer Bezugs- und Beziehungspflege", sagte von Stösser.
Der Geschäftsführer der Pflegezentren des Main- Kinzig-Kreises, Dieter Bien, betont die Bedeutung einer solchen Auszeichnung für das Image des Wohnbereiches. Das Prädikat komme gleichzeitig dem gesamten Unternehmen zugute. | |
Quelle:
Altenheim
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Weitere
Infos: http://www.altenheime-mkk.de
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| 21.07.2008 |
| Mediana: Geschäftsführer Arend wechselt zum KWA |
Die Unternehmensgruppe Mediana in Fulda, die ambulante, teilstationäre und stationäre Wohn- und Pflegeeinrichtungen betreibt, gibt sich eine neue Leitungsstruktur. Der Grund: Dr. Stefan Arend, langjähriger Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Mediana, verlässt die Gesellschaft in Richtung Süden, er wird den vakanten Vorstandsposten beim Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) einnehmen.
Sein Nachfolger bei Mediana wird Hans-Karl Diederich, der bereits seit knapp 13 Jahren innerhalb der Unternehmensgruppe die Einrichtungen (Seniana) im Altkreis Hünfeld verantwortete. Der Gesellschafter und Gründer der Unternehmensgruppe Mediana, Willi Kropp, dankte in seiner Stellungnahme Arend "für seine langjährige überaus erfolgreiche und engagierte Arbeit und wünschte ihm persönlich für die neuen Tätigkeiten und neuen herausfordernden Aufgaben alles erdenklich Gute". Die Trennung von Dr. Arend als Geschäftsführer, so Willi Kropp, geschehe "im vollständigen beiderseitigen Einvernehmen und mit größtmöglichem Verständnis dafür, dass Stefan Arend nach 16 Jahren bei Mediana und im richtigen Alter nunmehr eine neue Herausforderung bei einem bundesweit agierenden Unternehmen suche."
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Quelle:
CARE Invest
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